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Wusel-Blues

Es waren einmal zwei Schwestern, die lebten in einer nassen, grauen Ge­gend, eingesperrt in einem Zwinger. Das war irgendwo in Frankreichs Mitte, verloren und in tiefem Schlaf.
Sie teilten den Fressnapf miteinander, das Stroh auf dem sie schliefen, den trüben Blick durch die Gitter. Nichts hatten sie, als nur einander.
Und dann geschah das Unfassbare :
Das Menschenweibchen, welches bisher ihren Fressnapf tagtäglich aufgefüllt hatte, wurde eines Tages plötzlich eine Andere. Eine der Schwestern, Azerty, wurde nach draußen gezerrt, wo ein fremdes Auto stand. Das dunkle Gefährt wartete dort, so wie ein Leichenkarren auf frischen Belag. Dort kam sie rein.
Eingezwängt in dem engen Kofferraum ging es weit, weit über das Land. Es stank entsetzlich nach fremdem Mensch.
Dann, als der Verschlag sich öffnete, beschnuffelten sie fremde Wusel­schnauzen. Knurrend. Sollte das ihr neues Zuhause sein ?
Was anderes blieb ihr übrig als das Leben aufzugeben : Hungerstreik.
Und da fügte sich das zürnende Geschick zum besseren. Die Menschen, in deren Haus sie verbannt waren, wollten sich nicht mit ihrem toten Körper ab­mühen, und sie warteten nicht solange bis sie sterben würde.
Wusel-Wotan sei gepriesen, sie kam wieder zurück zu ihrer geliebten Schwester Akita.
Doch alles hatte sich gegen diese armen Wuselwesen verschworen. Ein an­deres Auto kam. Dort wurden sie hin-gezerrt. Aber gemeinsam. Wusel-Wotan hatte beider Stoßgebet erhört.
Und, in was für ein Paradies sie kamen, das reinste Schlaraffenland ! Wusel­fett satt, keine Gitter, weiches Räkelbett und vor allem drei Menschenjunge mit denen sie toben und sich rollen konnten. Wusel-Wotan sei gepriesen !

Nein, soo geht es aber nicht !
Nachdem ich den französischen Text meiner Anne zur Korrektur vorgelegt hatte, war sie verschwunden.
Nach langem Suchen fand ich sie zusammengekauert in der hintersten Ecke der Besenkammer, inmitten eines Sees von Tränen.

Geläutert, der Reue voll, hier die Richtigstellung. We­niger wuselzentrisch :
Die beiden Weimeraner Hündinnen waren unzertrennlich, was wir feststellen mussten, nachdem die erste Adoption gescheitert war.
Uns blieben nur zwei Möglichkeiten : Entweder beide mit auf die Reise neh­men oder beide gemeinsam zu annoncieren. Und das klappte !
Beide haben sich wunderherrlich in ihrer neuen Familie eingelebt, was wir nach etlichen Anrufen feststellen konnten.
Nicht vorzustellen, was wir mit den beiden auf der Fahrt hätten erleben müs­sen ! Besonders Azerty jagte allem was sich bewegte hinterher und Akitas Lieblingsmahlzeit war frisches Huhn. Noch zappelnd.

Sooo, aber was nun ?
Ein neues Wusel muss her, aber vor allem kein Jagdhund !
Und wir fanden was. Ein pelziges Knäuel, leicht aus-gefusselt wegen Über­pumbselung.


Die Mutter, eine Cane Corso Dame aus feinem Hause.
Sie hatte sich mit Nachbars Rüden, einem Kangal vergessen. Das Ergebnis, sieben Stück, rollt und schubst sich nun im Wuselkorb.
Cane Corso ist ein Hüte- und Wachhund aus Süditalien. Seine Fans sagen, er stammt von altrömischen Hunden ab, die den Kohorten (Corso) beim Metzeln und Plündern halfen. Nüchterne Wusellologen meinen, corso heißt Hof (corte). Es ist ein Wachhund, so wie der Hovawart (Hofwart)

Der Kangal, das ist DER Nationalhund der Türken. Es ist ein Hütehund aus Anatolien. Einige Exemplare haben bis zu 80 cm Schulterhöhe.

Es sind gutmütige Riesenwüsel, die aber fuchsteufelswild werden können wenn’s brenzlich wird. Sie beschützen noch heute ihre Herde vor Wölfen, die im klirrenden Winter Anatoliens besonders hungrig sind.
Also - - - was die zukünftige Größe unseres Wollknäuels anbetrifft, da kann es noch so etliche Überraschung geben. Bin gespannt.

am 31. Aug. 2013

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